Bundesregierung beschließt Gebäude-Energieausweis

Die Bundesregierung hat am 25. April 2007 die neue Energieeinsparverordnung (EnEV)
beschlossen. Mit der EnEV wird der Weg zur Einführung von Energieausweisen für den Gebäudebestand geebnet. Die Verordnung dient der Umsetzung der EG-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Sie bedarf vor dem Inkrafttreten noch der Zustimmung des Bundesrates. Im Beschluss der Bundesregierung ist die Anerkennung von Energieausweisen vorgesehen, die auf der Grundlage der EnEV in der Fassung des Kabinettbeschlusses vom 25. April 2007 ausgestellt werden. Nachfolgend einige Infos zum Gebäude-Energieausweis.

Festlegungen zu Bedarfs- und Verbrauchsausweis:

Gebäudeenergieausweis

* Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten können zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis wählen.
* Die Wahlfreiheit gilt auch für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, wenn sie entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht worden sind.
* Der Bedarfsausweis soll nur für Wohngebäude (mit bis zu vier Wohnungen) aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977, die dieses Anforderungsniveau nicht erreichen, vorgeschrieben werden.
* Übergangsweise soll es bis zum 31. Dezember 2007 möglich sein, sich in allen Fällen Energieausweise wahlweise auf Bedarfs- oder auf Verbrauchsgrundlage ausstellen zu lassen.
* Für Nichtwohngebäude sollen Bedarfs- und Verbrauchsausweis generell erlaubt werden.

Fristen:
Ab Anfang 2008 soll in drei Schritten verpflichtend eingeführt werden, beim Verkauf und bei der Vermietung von Gebäuden und Wohnungen Kauf- und Mietinteressenten einen Energieausweis für das Gebäude zugänglich zu machen:
* für Wohngebäude die bis 1965 fertig gestellt wurden, wird der Energieausweis am 1.Januar 2008 Pflicht,
* für jüngere Wohngebäude am 1. Juli 2008
* für Nichtwohngebäude am 1. Januar 2009.

Kosten für die Ausweise:
Laut Pressemitteilung des Bmwi darf zur Kostenbegrenzung auf Pauschalen und fachlich gesicherte Erfahrungswerte zurückgegriffen werden. Auch eine Begehung des Gebäudes durch einen Gutachter sei nicht vorgeschrieben, könne aber im Einzelfall erforderlich sein; der Eigentümer kann Angaben und Nachweise zum Gebäude zur Verfügung stellen.